Seminare & Trainings

Umgang mit herausforderndem Verhalten

Haltung entscheidet. Beziehung wirkt

Lautes, abweisendes, provozierendes oder aggressives Verhalten kann Mitarbeitende in psychiatrischen Arbeitsfeldern vor große Herausforderungen stellen. Schnell entstehen Situationen, in denen gewohnte Kommunikationsstrategien nicht mehr greifen und Anspannung auf beiden Seiten zunimmt.
In dieser Fortbildung geht es darum, herausforderndes Verhalten nicht nur als „Störung“, sondern als Ausdruck von Bedürfnissen, Belastungen, Ängsten oder Überforderung zu verstehen. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, was in angespannten und eskalierenden Situationen geschieht, welchen Einfluss die eigene Haltung und Kommunikation haben und wie Beziehung auch unter schwierigen Bedingungen gestaltet werden kann.
Anhand praxisnaher Situationen werden Möglichkeiten erarbeitet, Eskalationen frühzeitig zu erkennen, deeskalierend zu kommunizieren und zugleich die eigenen Grenzen und die notwendige Sicherheit im Blick zu behalten.

Lernziele / Themenbereiche:

Die Teilnehmenden:

  • setzen sich mit unterschiedlichen Formen und möglichen Ursachen herausfordernden Verhaltens auseinander
  • betrachten herausforderndes Verhalten als möglichen Ausdruck von Belastung, Überforderung, Angst oder unerfüllten Bedürfnissen
  • verstehen grundlegende Prozesse, die bei Stress, Anspannung und Eskalation wirksam werden
  • erkennen frühe Anzeichen einer zunehmenden Anspannung und Eskalation
  • reflektieren den Einfluss der eigenen Haltung, Wahrnehmung und Kommunikation auf schwierige Situationen
  • lernen Möglichkeiten einer wertschätzenden und deeskalierenden Gesprächsführung kennen
  • entwickeln Handlungsmöglichkeiten für typische Situationen aus dem eigenen Arbeitsalltag
  • reflektieren eigene Grenzen sowie Aspekte von Selbstschutz und Sicherheit.

Methoden: 

  • kurze theoretische Inputs
  • Reflexion eigener Praxiserfahrungen
  • Arbeit mit Fallbeispielen und konkreten Alltagssituationen
  • Einzel-, Partner- und Kleingruppenarbeit
  • Wahrnehmungs- und Reflexionsübungen
  • praktische Kommunikationsübungen
  • gemeinsame Erarbeitung von Handlungsalternativen
  • moderierter Erfahrungsaustausch und Diskussion
Bild von Ahmet Sali auf Unsplash

Dozentin: Anne Westerweg / NN
Pflegeexpertin (B.A. Psychiatrische Pflege / M.A. Interdisziplinäre Psychosentherapie)
Leiterin des Weiterbildungsinstituts der LWL-Klink Hemer
Lehrgangsleitung und Dozentin in der Fachweiterbildung «Psychische Gesundheit»